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Die Fotoausrüstung und Sternnachführung hinter den Bildern von Lichtjahre Fotografie





Die fotografische Ausrüstung und die Sternnachführung

Landschaftsfotografieausrüstung

Den atemberaubenden Anblick einer majestätischen Landschaft zu teilen und das Empfinden für diese wilden Orte zu vermitteln, erfordert die Fähigkeit, mit Licht zu schreiben. Eine Kamera ist ein solches leistungsstarkes Werkzeug, das es uns ermöglicht, das magische Licht eines flüchtigen Moments festzuhalten und anschließend zu teilen. Deshalb ist eine hochwertige Kameraausrüstung und ihre optimale Nutzung am technischen Limit des Machbaren zweifellos unabdingbar um die Landschaft in höchster Qualität abzubilden.

Der dabei jedoch am meisten unterschätzte Teil der Fotografie ist die Bildkomposition. Die eigentliche Kunst der Fotografie besteht nämlich darin, den Vorder-, Mittel- und Hintergrund eines Bildes perfekt zu proportionieren und in Szene zu setzen. Dies gilt auch für diagonale Führungslinien die das Auge in das Bild leiten und die Verwendung des Goldenen Schnitts oder der Ein-Drittel-Regel. Zudem ist es wichtig, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wann man mit einer oder mehrerer dieser Regeln bricht, um den Spannungsbogen noch weiter zu erhöhen. Ein weiterer extrem unterschätzter Teil der Fotografie ist Hingabe, Leidenschaft und Planung. Im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein, ist weit weniger vom Glück abhängig, als man denkt. Es geht um eine gute Vorbereitung. Im Gelände ist es am Ende zwar Glück, ob zur rechten Minute das ersehnte Licht zustande kommt; ohne Planung wird es aber ganz sicher ohne einen stattfinden. Falls es mit dem Licht nicht geklappt hat, kehrt man bei günstig erscheinenden Bedingungen wieder zurück. Wieder und immer wieder. Hier kommen Engagement und Leidenschaft ins Spiel. Es ist zudem wichtig, sich von den Vorgaben technisch-fotografischer Limitierungen wie zum Beispiel dem Bildausschnitt eines Weitwinkelobjektivs, den Megapixeln einer Kamera sowie dem Dynamikumfang des Sensoren zu befreien. Die Kameratechnik darf nicht vorgeben wie ein Foto aussieht. Es ist im Gegenteil die Landschaft selber, die definiert, was die Kamera aufzeichnen soll. Alle diese künstlerischen Aspekte der Fotografie werden in den Tutorials ausführlich behandelt.

Technisch besteht meine derzeitige Kameraausrüstung aus den Vollformat Kameras Canon 5DSR mit 51 Megapixeln und ihrem Vorgänger, der Canon 5DMkII mit 21 Megapixeln, die ich als Backup und Zeitrafferkamera verwende. Zudem nutze ich die Objektive Rokinon Samyang 14 mm 1:2.8 und die Canon L Linsen 16-35 mm II 1:4, 16-35 mm 1:2.8, 24-105 mm 1:4, 100-400 mm 1:4.5-5.6.

Die technische Ausrüstung hinter den Lichtjahre Fotografien


Unverzichtbar und unbedingte Grundvoraussetzung für ein gutes Foto ist ein stabiles Stativ. Ich verwende das viel zu schwere aber dafür extrem stabile und erschütterungsfreie Manfrotto 055B mit dem 3D Schneckentriebkopf Manfrotto 410. Dieser extrem fein und ruckfrei einstellbare Stativkopf ermöglicht es mir, sowohl Landschaftsfotografien als auch den Bogen der Milchstraße mit einer Sternnachführung zu fotografieren. Für deren Justierung auf den Himmelspol der Nord- und Südhemisphäre ist dieser Stativkopf das Rückgrat meiner Aufnahmen.

Zum weiteren unverzichtbaren Zubehör gehören Kabelfernauslöser, Funkfernauslöser, mehrere Akkus oder Powerbanks für ausreichend Strom im Gelände, ein Winkelsucher für Aufnahmen extrem dicht über dem Boden, seltener ein Polarisationsfilter um Wasserspiegelungen zu reduzieren, eine externe Stromversorgung mit 12 Volt Auto Adapter, sowie ein Notebook mit externen Festplatten für die Datensicherungen. Moderne Spiegelreflexkameras machen bereits während der Aufnahme Backups, indem die Daten gleichzeitig auf CF und SD Karte geschrieben werden.

Höchste Rohdatenqualität ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Foto. Daher werden alle Bilder im voll manuellen Modus als Rohdaten (RAW) auf einem Stativ mit Verschluss-Vorauslösung und Fernbedienungen aufgenommen, um alle möglichen Kameravibrationen auszuschließen. Die Aufnahme von Bildern mit maximaler Tiefenschärfe bei schwierigen Lichtverhältnissen während der Dämmerung erfordert lange Belichtungszeiten, die in den meisten Fällen mehrere Sekunden deutlich überschreiten.

Da auch modernste Kameras den Kontrastumfang vieler Aufnahmen nicht abdecken können, ergeben sich immer wieder Bildbereiche, die entweder zu hell oder zu dunkel sind. Dies kann entweder mit neutralen Grauverlauffiltern von Lee der Stärke von zwei und drei Blenden vermieden werden oder durch eine manuelle Bracketing Reihenaufnahme kompensiert werden. Dabei werden soviele Aufnahmen angefertigt, bis das Histogram der Aufnahme die hellsten und dunkelsten Bereiche des Bildes korrekt abbildet. Diese werden dann schrittweise, durch Austausch der zu hellen und dunklen Pixel, in ein Bild überführt. Diese Technik nennt sich Exposure Fusion und wird in den Tutorials näher beschrieben.

Sternhimmel Fotografie mit der Sternnachführung AstroTrac

Der Blick auf eine nächtliche Landschaft unter den Sternen des Milchstraßenbogens setzt selbst bekannteste Motive in eine vollkommen neue Perspektive. Diese Anforderung bringt selbst die modernsten und anspruchsvollsten Kameras an ihre technischen Grenzen und darüber hinaus. Die allermeisten Fotografen vermeiden daher diesen komplexen Aufwand mangels geeigneter Ausrüstung und technischem Wissen. Stattdessen nutzen sie die maximale ISO Einstellung der Kamera in Kombination mit der 20 Sekunden Belichtung, um punktförmige Sterne mit Weitwinkelobjektiven zu erhalten. Dies führt zu stark verrauschten Bildern mit nur wenigen Sternen. Solche Aufnahmen sind gerade einmal gut genug, um sie im Internet in kleiner Größe zu präsentieren. Hochqualitative und großformatige Drucke schließen sich mit dieser Technik aber aus.

Dagegen ist meine Leidenschaft, beeindruckende Sternhimmel Panoramafotografien des Milchstraßenbogens über der nächtlichen Landschaft mit atemberaubenden Details und Millionen punktförmigen Sternen mit weit über 100 Megapixel Auflösung aufzunehmen. Durch die angewendete Technik haben die Bilder kein nennenswertes Bildrauschen mehr und können daher in höchster Qualität in bis zu vier Metern Größe ausbelichtet werden. Um dies zu erreichen, habe ich eine Sternnachführungstechnik entwickelt, an der ich fortwährend weiterentwickelnd arbeite. Das Rückgrat ist die AstroTrac TT320 Sternnachführung. Dies ist eine mobile astronomische Montierung, die die Erdrotation ausgleicht und es mir so ermöglicht, lange Belichtungen von üblicherweise sechs Minuten aufzunehmen, ohne das Sternspuren entstehen. Da die Kamera nun mit der Erdrotation mit dreht, bleiben die Sterne während der langen Belichtungszeiten immer an der gleichen Pixelposition des Sensors. Aufgrund der Fähigkeit des Sensors, Licht zu sammeln, werden sogar Sterne, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind, von Sensor erfasst. Diese Fotogafien befinden sich in der Galerie Sternhimmel.

Die Sternnachführung AstroTrac TT320



Der AstroTrac TT320 befindet sich zwischen dem Stativ und der Kamera. Die Sternnachführung wird zunächst mit Hilfe eines Polsucherteleskops und dem stufenlos einstellbaren 3D Schneckentriebkopf des Manfrotto Stativkopfs auf den Himmelspol ausgerichtet. Der AstroTrac kann auf beiden Hemisphären des Planeten eingesetzt werden. Die ultrahochauflösende Canon 5DSR Kamera mit ihren 51 Megapixeln wird im manuellen Bulb-Modus (Dauerbelichtung) mit einem programmierbaren Fernauslöser auf eine Belichtungszeit von sechs Minuten und ISO 1600 eingestellt. Das Samyang-Rokinon 14 mm, 1:2,8 Weitwinkelobjektiv wurde speziell für die Sternenfotografie konzipiert und liefert punktförmige Sterne bis in die Bildecken. Dies ist bei den Canon L Linsen konstruktiv nicht gegeben, es kommt dort zu bananenförmigen Verzerrungen der Sterne.

Ich habe diese Technik weiterentwickelt, um Panoramen der nächtlichen Landschaft mit dem gesamten Milchstraßenbogen von Horizont zu Horizont und bis zum Zenit abdecken. Das Komposit dieser Rohdaten ergibt eine 220 Grad Abbildung des Milchstraßenbogens mit der Nachtlandschaft darunter. Es sind etwa 20 Einzelaufnahmen erforderlich, so dass die ganze Nacht für eine solche Aufnahme benötigt wird. Daher müssen die Wetterbedingungen eine wolkenfreie Nacht um die Zeit des Neumonds zulassen, um die maximale Anzahl von Sternen zu erfassen. Da jedes Einzelbild bereits eine native Auflösung von 51 Megapixeln hat, verfügt das resultierende Komposit über eine beispiellos hohe Auflösung und ermöglicht so den Druck in überragender Qualität. Weitere Informationen zur Verwendung der AstroTrac Sternnachführung finden Sie im Blog unter Tutorials.

Panorama Sternnachführung des Milchstraßenbogens über den neuseeländischen Alpen mit grünen Polarlichtern




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