Die Luftaufnahme des Mount Ngauruhoe in Neuseeland zeigt seinen jungen und wunderschönen Krater, der zuletzt 1973 und 1975 ausgebrochen ist. Seine steilen Hänge sind mit bunter Asche und Bimsstein bedeckt. Der 2.300 Meter hohe und perfekt geformte Stratovulkan besteht aus Schichten explosiver andesitischer Lava und pyroklastischer Tephra. Obwohl er ein eigenständiger majestätischer Vulkan ist, ist er geologisch gesehen ein Nebenkegel des Mount Tongariro. Dieser junge Schlot in der Taupo-Vulkanzone auf dem Hochland der Nordinsel brach vor etwa 2.500 Jahren erstmals aus und hatte allein seit 1839 mehr als 70 eruptive Episoden.
Die Tongariro-Vulkankette liegt auf einem zwei Millionen Jahre alten Plateau des riesigen Taupo-Vulkans. Die historischen Eruptionen des Taupo beeinflussten sogar das Klima in Europa und darüber hinaus. In einer Tiefe von 75 Kilometern sinkt die tektonische Platte des Pazifischen Ozeans unter die Australische Platte ab. Mit zunehmender Tiefe gibt die abtauchende Platte Wasser und andere Fluide frei. Diese senken den Schmelzpunkt des darüberliegenden Mantelgesteins und lösen in etwa 140 Kilometern Tiefe Teilaufschmelzungen aus. Das dabei entstehende Magma steigt auf, speist die Vulkane und verursacht die episodischen Ausbrüche unterschiedlicher Intensität.
Die tiefblauen Two Lakes sind wassergefüllte Explosionskrater in der kargen Landschaft um den Mount Ngauruhoe.







