Wie eine Fackel leuchtete die helle Sternschnuppe des Leoniden-Meteorschauers im Sternbild des Orion auf.
Dieser Meteorstrom verursacht alle 33 Jahre ein kosmisches Feuerwerk mit mehreren 100.000 Sternschnuppen pro Stunde. Das nächste Mal passiert dies im Jahr 2034. Benannt ist der Strom nach dem Sternbild Löwe, dem Leo, aus dem die Sternschnuppen scheinbar in alle Himmelsrichtungen auszustrahlen scheinen. Verursacher der Leoniden sind Partikel des Kometen Tempel-Tuttle. Jedes Jahr um den 17. November kreuzt die Erde einen Teil der Trümmerbahn dieses Kometen, wobei durchschnittlich nur etwa 10 bis 100 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen sind.
Leoniden sind mit 70 Kilometern pro Sekunde extrem schnell und bewegen sich direkt auf Kollisionskurs mit der Erdatmosphäre. Diese helle Sternschnuppe zog zusammen mit einer zweiten, lichtschwächeren von links nach rechts durch das Sternbild Orion. Sie leuchtete zunächst grün auf und verglühte dann in einer orangefarbenen Spur
Der Orion besteht aus den vier hellen Ecksternen Betelgeuse, Bellatrix, Saiph und Rigel, den drei Gürtelsternen sowie dem hellen Orionnebel, dem Pferdekopfnebel und Barnard’s Loop. Letzterer ist als roter Halbkreis aus leuchtendem Wasserstoffgas zu sehen, der durch eine Explosion im Orionnebel vor drei Millionen Jahren entstand.

